Das Herner Modell

Der Kölner Künstler Andreas Kaiser nähert sich dem Thema Klima von der künstlerischen Seite aus. Seine Rauminstallation zeigt im Modell, dass Klima mehr sein kann als die Fakten und das Wissen der Forscher. Auf fast 400 qm stellt er im Herner Modell Fragen zum Klima über die üblichen Formeln hinaus.
Die Kunstinstallation besteht aus 24 Gewächshäusern, alle Häuser sind durch Schläuche miteinander verbunden. Jedes Treibhaus inszeniert ein anderes Thema - zum Beispiel Aquarium und Wüste, Doppelhaushälfte, Staub und Licht. Die teils technischen, teils natürlichen Apparaturen simulieren im Laborversuch klimatische Verhältnisse. Und doch sind sie nicht so einfach auf einen Nenner zu bringen.
Während „klima und mensch" das Klima in einer zeitlichen Abfolge abbildet, herrscht hier Gleichzeitigkeit. Der Raum ist überschaubar und doch chaotisch, geordnet und doch labyrinthisch. Auch das gezeichnete Schaubild an der Wand zeigt Klimafaktoren, klärt jedoch nicht deren hierarchische Zusammenhänge.
Wie in allen Arbeiten von Andreas Kaiser erlebt sich der Besucher nicht als Zuschauer oder Beobachter, sondern wird mit seinem Besuch Teil der Installation. Und entscheidet selbst, inwieweit er zu deren Gelingen beiträgt.


