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Zu Ostern eine Zeitreise ins Mittelalter im LWL-Archäologiemuseum (28.03.07)
Herne (lwl). Ein mittelalterliches Spektakel erwartet die Besucher des LWL-Museums für Archäologie in Herne am Osterwochenende. Im Rahmen des Haranni-Spectaculums bietet das Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein buntes Programm für die ganze Familie an. Am 9. April von 11 bis 18 Uhr werden alte Waffen und Kampftaktiken der Völkerwanderungszeit und des Mittelalters vorgeführt und die Teilnehmer in ein mittelalterliches Heer aufgenommen. Eine Ausbildung zum Ritter erhalten Kinder zwischen acht und zwölf Jahren am 7. und 8. April jeweils um 15 Uhr. Die frischgebackenen Knappen erfahren, „wie die alten Rittersleut’ “ lebten und was es hieß, ein Ritter zu sein. Zusätzlich werden verschiedene Führungen durch die Ausstellungen des Museums am Ostersonntag und am Ostermontag angeboten: Jeweils um 14 und 16 Uhr führt ein Rundgang durch das „mittelalterliche Westfalen“. Noch weiter zurück in der Zeit geht es in der Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“, wenn um 15 Uhr 250 000 Jahre Menschheitsgeschichte in Westfalen im Zeitraffer durchschritten werden. Wie es weiter geht mit dem Klima unserer Erde erfahren die Teilnehmer jeweils um 14 und 16 Uhr in der Sonderausstellung „klima und mensch“.Â
Der Titel der Waffenvorführung »...von kûner recken strîte...« stammt aus den einleitenden Versen des Nibelungenliedes. Sie kündigen an, was den Leser oder Zuhörer des Liedes erwartet: große Gefühle, aber vor allem Heldentaten und die Kämpfe kühner Recken. Krieg und Gewalt waren im Mittelalter akzeptierter als heute, worüber eine Geschichte des Mönches Notker aus dem 10. Jahrhundert Auskunft gibt: Ludwig der Deutsche, heißt es da, erhielt Geldgeschenke einer Normannischen Delegation. Diese aber warf er achtlos in den Dreck um statt dessen fachmännisch die mitgebrachten Waffen zu inspizieren. Er erwarb sich großes Ansehen dadurch. Der Mann von Stand definierte sich durch seine Wehrhaftigkeit und Waffen. Diese Wertvorstellungen mündeten schließlich im romantisierten Ritterideal, das bis heute wenig von seiner Faszination verloren hat.
Gestützt auf archäologische Funde und Schriftquellen werden bei dieser Vorführung am 9. April von 11 bis 18 Uhr Waffen und Kampftaktiken von der Völkerwanderungszeit bis zum hohen Mittelalter gezeigt. Außerdem haben die Besucher Gelegenheit, Ausrüstung und Waffen anzulegen und ihren Platz im mittelalterlichen Heer einzunehmen.

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Am 8. und 9. April erfahren Erwachsene jeweils um 14 und um 16 Uhr etwas über „Westfalen im Mittelalter“. Vor mehr als 1500 Jahren erstreckte sich das Reich der Franken bis an das heutige Westfalen. Karl der Große stellte mit der Eroberung des Gebietes und der Unterwerfung der dort lebenden Sachsen die Weichen für die Zukunft der Region. Westfalen wurde fränkisch und später Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der einstündige Rundgang erläutert diese spannende Entwicklung anhand archäologischer Funde. Sie erzählen von der Macht Adeliger wie dem so genannten Fürsten von Beckum, berichten vom Glanz und Reichtum der Kirchen und Klöster, geben Einblick in den entbehrungsreichen Alltag der Bauern und veranschaulichen das hektische Treiben in den westfälischen Städten.

Sonntag und Montag haben Erwachsene um 15 Uhr außerdem die Möglichkeit, noch weiter in die Vergangenheit Westfalens zurückzublicken. Der einstündige Rundgang „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ folgt den Spuren der Menschen in Westfalen, die sie im Laufe von über 250 000 Jahren hier hinterlassen haben. Im Zeitraffer geht es durch die Geschichte, durch die Zeit der Neandertaler, vorbei an monumentalen Grabanlagen und Überresten römischer Militärlager. Zeugnisse der frühchristlichen Glaubenswelt und mittelalterliche Lebensformen sind weitere Stationen auf dem Weg bis in die jüngste Vergangenheit, wo Bombenschutt die Schrecken des Krieges vor Augen führt.
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Ebenfalls am Ostersonntag und -montag geht es um 14 und um 16 Uhr um Überschwemmungen, Tornados und Rekordtemperaturen. Steuern die Menschen auf eine Klimakatastrophe zu? Der Rundgang durch die Sonderausstellung „klima und mensch“ verdeutlicht die Abhängigkeit von Klima, Mensch und Umwelt voneinander und spannt dabei einen Bogen von sechs Millionen Jahren: vom mumifizierten Mammutbaby Dima bis zum genmanipulierten Schwein, von den 3,6 Millionen Jahre alten Fußspuren aus Laetoli in Afrika bis zur modernen UV-Schutzkleidung.
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Alle Veranstaltungen finden im Rahmen des vom CityCenter veranstalteten Haranni-Spectaculums statt.
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Termine:
Sa, 07.04.
„Wie die alten Rittersleut’“
– Programm für Kinder von 8 bis 12 Jahren, 15 Uhr
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So, 08.04.
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„Westfalen im Mittelalter“ – Führung, 14 Uhr und 16 Uhr
„Wie die alten Rittersleut’“– Programm für Kinder von 8 bis 12 Jahren, 15 Uhr
„klima und mensch“– Führung, 14 Uhr und 16 Uhr
„gesucht. gefunden. ausgegraben.“– Führung, 15 Uhr
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Mo, 09.04.
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„»... von kûner recken strîte ...« – Waffen, Krieg und Streitkultur der Völkerwanderungszeit und des Mittelalters"
– Vorführung, 11 bis 18 Uhr
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„Westfalen im Mittelalter“– Führung, 14 Uhr und 16 Uhr
„klima und mensch“– Führung, 14 Uhr und 16 Uhr
„gesucht. gefunden. ausgegraben.“– Führung, 15 Uhr
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Kosten:
Die Waffenvorführung ist kostenfrei und es ist keine Anmeldung nötig. Für die anderen Veranstaltungen ist nur der Eintrittspreis zu entrichten: Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro.
Eine Anmeldung wird dringend empfohlen.
Bitte während der Öffnungszeiten des Museums unter der Rufnummer 02323 94628-0 anrufen.
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LWL-Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0, www.landesmuseum-herne.de. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr
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Pressekontakt:
Jana Sager, Tel.: 0251 5907-287
Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 12.000 Beschäftigten für die 8,5 Millionen Menschen in der Region. Mit seinen 35 Förderschulen, 19 Krankenhäusern, 17 Museen und als einer der größten deutschen Hilfezahler für behinderte Menschen erfüllt der LWL Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, der durch ein Parlament mit 100 Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert wird.
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